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  • 2011 für beide Ohren

    6 jan 2012, 21:09

    2011 war geprägt von Bands, die ich zum zweiten, dritten, vierten und x-ten mal gesehen habe, aber es gab wieder Konzert-Highlights (wozu das Roadburn-Festival maßgeblich dazu beigetragen hat):

    Die besten Konzerte
    1. Master Musicians of Bukkake, Dresden
    Habe ich auf dem Roadburn wegen Black Math Horseman nicht gesehen. Aber die Show in Dresden war großartigst!
    Kostüme, Bühnendeko und abgefahrener Sound haben mich in eine andere Welt katapultiert!

    2. Grandloom, Tilburg
    Keine 10 Leute im Publikum, davon war einer der Barkeeper und die Jungs von Sungrazer. Und ich mittendrin. Ganz für mich alleine. Das war der bestmögliche Abschluss vom Roadburn :D

    3. Dead Meadow, Roadburn
    Habe ich vorher eher unterschwellig reingehört. Aber die Show war 1a. Unendlich trippig. Am Ende musste ich dann auch noch versichern, dass das Zottelmonster wirklich auf der Bühne ist und nicht nur eine Drogenhalluzination meines Kumpels.
    http://www.youtube.com/watch?v=tYy4JZxr5SE

    4. Grandloom, Dresden/Ostpol
    Rock'n'Roll ist, wenn man beim Konzert ins Mischpult fällt. YEAH!
    http://www.youtube.com/watch?v=poZ4ccwidsQ

    5. The Kilimanjaro Darkjazz Ensemble, Roadburn/Friction
    Ich hätte nie gedacht, dass ein so langsamer Sound zum Mitmachen und Abgehen animiert. Besonders der Bass im Berghain ging in die Magengrube und ins Bein. Außergewöhnlicher Sound, den man so noch nicht gehört hat. Und dann doch wieder psychedelisch genug, um danach weggebeamt zu sein.
    http://www.youtube.com/watch?v=rwGV1yfSaqk

    6. Earth, Roadburn
    Auf den Sesseln vom Midi-Theater und schon ein paar aufregende Tage auf dem Zähler, war dieses Konzert der reinste Genuss. Leider viel zu schnell vorbei.
    http://www.youtube.com/watch?v=WNpYND5Z3_k

    7. Year of No Light (Vampyr Soundtrack), Roadburn
    Großartiges Konzept! Während der Film läuft, wird der Soundtrack live dazu eingespielt. Und Year of no Light haben's eh drauf!
    http://www.youtube.com/watch?v=G3ew2JquE-A


    Bands, die ich dieses Jahr für mich entdeckt habe
    WhiteBuzz aus Hannover
    Man hört viele Anleihen an Om raus. Aber Whitebuzz sind rockiger und nicht ganz so stark repetiv
    http://www.youtube.com/watch?v=LuYW17g1Q3U

    Sungrazer
    Sungrazer haben am Ende des Jahres in fast allen einschlägigen Blogs einen Platz in den Best-Of-Listen mit ihrem aktuellen Album Mirador eingenommen. Ich hab die 5 mal oder so gesehen, aber immer nur nebenbei auf Festivals oder als Support. Aber die steigen auf!
    http://www.youtube.com/watch?v=JOgeXQOYutI

    Sabbath Assembly
    Ein nicht enden wollender Tarantino-Soundtrack. Die religiösen Texte sind vielleicht Geschmackssache, aber was letztendlich zählt ist die Musik!
    http://www.youtube.com/watch?v=bYrS9V4yxsg

    Graveyard
    Die spielen im Moment auch überall ganz oben mit. Sound aus den tiefsten 70ern, unendlich geil!
    THE SIREN! http://www.youtube.com/watch?v=s7kcAaAu4jU




    Meine Enttäuschung geht dieses Jahr definitiv an Sunn O)))
    Ich bin mir nicht sicher, ob die schon immer so ... langweilig waren und die tollen Shows vor ein paar Jahren noch von der Magie des Unbekannten, Abgefahrenen getragen wurden, ober ob die wirklich nachgelassen haben.
    Aber auf jeden Fall sind sie live weniger "dronig" geworden. Und wenn ich an das Konzert in Leipzig vor zwei Jahren denke, gibts auch nichts mehr fürs Auge. Schade.
    http://vimeo.com/7251634


    Für 2012 wünsche ich mir wieder ein paar Electronic-Shows. Aber ich freue mich definitiv schon aufs Desertfest in Berlin!
  • 2010 Mein Sound

    1 jan 2011, 20:47

    Die besten Konzerte

    Om - Berlin
    Im Rahmen der Transmediale. Ein wunderbares psychedlisches Spektakel. Wunderbar trippig. Der Anblick eines völlig breiten Al Cisneros, der nichtmal das Ende des Konzerts gecheckt hat, war unbezahlbar.

    65daysofstatic - Berlin
    Das war sehr spannend. Die erste Frage, die mir nach dem Konzert gestellt wurde war "waren das die gleichen, die wir vor 2 Jahren in Dresden gesehen haben?"
    Vollkommen im Sound weiter entwickelt. Stellenweise schon Techno. War sehr geil dazu abzugehen.

    God Is An Astronaut - Dresden
    Endlich habe ich es geschafft, giaa mal live zu sehen. Tolles Konzert. Weit weit entfernt vom 0815-Postrock. Mit hübscher Bühnenshow und großartigen Songs. Jederzeit wieder!

    Ufomammut - Berlin
    KILLER! Meine Nummer 1 dieses Jahr. Wüste Drones gepaart mit schmutzigem Fuzz und psychedelischen Synthies. Mein Soundtrack, wenn die Welt untergeht und ich als Zuschauer auf der Tribüne stehe!

    John Garcia plays Kyuss - Stoned from the Undergorund
    Der heilige Gral für den Stoner-Fan. Zuerst war ich nur damit beschäftigt auf mich aufzupassen, weil alle wie blöde gemosht haben. Aber von weiter hinten konnte man dann auch die guten alten Sounds aufs Beste genießen. In der brütenden Hitze vom heißesten Wochenende dieses Sommers. Perfekte Location für den perfekten Sound.

    Chris Cunningham - Melt!
    Eher ne Sonderwertung. Hier war nicht nur die Musik entscheidend, sondern auch das ganze Video-drumherum. Ein abgefahrener Trip. (und von Aphex Twin gab's auch was zu hören ;))

    Slagsmålsklubben - Melt!
    Spaßigstes Konzert dieses jahr. ne Schuklasse voller bestgelaunter Schweden mit 8-Bit-Equipment. Haben extrem die Crowd gerockt und auch selbst extrem viel Spaß dabei gehabt. Party on!

    DJ Shadow - Melt!
    Mein Überraschungskonzert. Ohne große Erwartungen und dann mal aller erster Sahne von Drum'n'Bass, Trip Hop, Breakcore HipHop/Elektro weggeflasht. Und ein extrem sympathischer Mensch. (Hatte Probleme mit der Anreise und hat sich entschuldigt und bei Chris Cunningham bedankt, dass er mit ihm den Slot getauscht hat)

    Atari Teenage Riot - Berlinfestival
    MOSH! Reiner Mosh. Endgeil. Ein historisches Ereignis. ATRs erste Show in Berlin seitdem sie wieder touren. Ich war dabei. Verschwitzt. Vermosht und ich hab Alec Empire angefasst. Ich Groupie


    Meine Entdeckungen

    Gonga
    Sauberer Stonerrock aus der Ecke von Truckfighters und Dozer mit ner guten harten psychedelischen Würzung.

    The Black Angels
    Wie die Album-Covers wunderbar hypnotisch entspannend. Als gäbe es die Band schon mehr als 40 Jahre.

    Health
    Geil. Zufällig auf dem Melt! gesehen. Noise, der aber nicht stupide hingeschreddert ist, sondern (großartige) Songstrukturen aufweist.

    Church of Misery
    Die hab ich mir nur angehört, weil ich mir beim Stoned from the Underground die T-Shirt-Bands notiert habe, die ich nicht kannte :D
    Jemand, der so eine Stimme hat, muss dick sein und einen Bart haben, der eintausend Jahre alt ist. Denkste. Die Japaner haben einen geilen heavy Sound. Fies und zum Abgehen bereits!

    Sleepy Sun
    Chilliger Psych-Rock mit Anklängen an Jimi Hendrix. Ein sehr schönes Konzert war das auch. Die Band hatte enormen Spaß. Ich auch

    The Kilimanjaro Darkjazz Ensemble
    Wenn man Bock auf Bohren & der Club of Gore hat, aber dann doch ein bisschen von der Monotonie abgeschreckt ist. TKDE sind abwechslungsreich aber immernoch schleichend mit ewig wabernden Klangteppichen die genug Zeit und Raum für Interpretationen übrig lassen


    Und zu guter letzte mache ich noch Werbung für Grandloom!
    Die Jungs aus Cottbus müssen noch viel bekannter werden, weil geil!




    Im nächsten Jahr freue ich mich schon besonders auf Godspeed You! Black Emperor und das Roadburn-Festival.
  • Sunn O))) 24. Okt, Leipzig

    25 okt 2009, 20:05

    Sa., 24. Okt. – Sunn O)))
    Ob man Sunn O))) nun als schlechten Streich Stephen O'Malleys abstempelt oder nicht; man muss es einfach erlebt haben.

    Im wirklich sehenswerten leipziger UT Connewitz stand schon diese Wand. Diese Wand, die Strom in Ton in Druck umwandelt.

    Zunächst spielte James Blackshaw. Und war dann auch irgendwann vorbei. Nicht der Rede Wert.

    Daniel Higgs war großartig. Ein kauziger alter Mann mit Bart, der mit seinem Banjo die Geschichte des Krieges zwischen dem Königreich des Todes und dem Königreich des Lebens erzählt.
    Eine unglaubliche Bühnenpräsenz hat dieser Mann. Und man könnte seinen Geschichten ewig zuhören.

    Als Eagle Twin anfingen, wurde es Zeit für Gehörschutz. Eine wunderbarer Doom. Irgendwo angesiedelt bei Ufomammut und Om. Toll! Zwei Leute öffnen das Tor zur Hölle.

    Und dann füllte sich der Saal mit Rauch. Und er füllte sich weiter mit Rauch. Und er füllte sich mit Rauch.

    Irgendwo aus der Dunkelheit stiegen die Reiter des bebenden Sounds auf.

    Das Brummen der bis zum Anschlag aufgedrehten Verstärker hängt in der Luft. WROMMMMMMMM... Die Druckwelle trifft mich, meinen Kehlkopf. Die Atmung fällt schwer. Füße vibirien, Lunge vibriert, Schädel vibriert. WROMMMMMMMM... Die Zeugen verstarren, krümmen sich, liegen auf den Bassboxen. Die Stimme der rückwärts gesprochenen Wortfetzen verliert zunehmend menschliche Züge. WROMMMMMMMM... ein paar Zigarettenkippen zappeln vor meinen Füßen.
    Die Stimme ist soweit in den Abgrund gedriftet, dass sie eins mit der Erde wurde. Vor mir steht nur noch ein blutiger Baum.
    WROMMMMMMMM... Die letzte Welle zieht sich zurück. Vögel zwitschern. Aus dem UT Connewitz kommen viele glücklich grinsende Gesichter. Ob nun der Erleichterung oder der Begeisterung dieses physischen Erlebnisses, das so in der Natur nicht vorkommt?

    Ein Spektakel.

    -- Bilder und mehr gibt's auf blog.staticfields.net
  • Kings of Leon, Berlin

    6 jul 2009, 19:22

    Sa., 27. Jun. – Kings of Leon, Mew
    Raus aus den verrauchten Hinterhof-Clubs, rein in die Mega-Veranstaltung.
    Diese gewaltig große O2-World-Arena. Am Samstag war ich dort. Im Premium-Bereich. Bei den Kings of Leon.

    Direkt vom Parkplatz ohne Gedrängel und Anstehen direkt rein. Ausnahmslos extrem freundliches Personal hat uns den Weg zur Premium-Lounge gezeigt.
    Irgendwie fühlte ich mich fehl am Platz.. meine Eingebung, doch vielleicht mal wieder seit Ewigkeiten ein Hemd zu tragen war doch nicht so verkehrt.. so stand ich dort mit T-Shirt, Jeans und dreckigen Schuhen zwischen Anzugträgern und aufgetakelten Tussis, bei denen ich mir bei einigen fast sicher war, dass ihr Beinkleid nur aufgemalt war.. knalleng.
    Viel Freude bereitete mir eine Junge Dame, die außer ihres durchsichtigen Oberteils und nem Miniröckchen nichts weiter trug (ok.. sie hatte bestimmt noch Schuhe an).
    Dieser netten Dame hab ich es dann auch zu verdanken, den Ausblick vom Raucher-Balkon genießen zu können und dort ganz cool mit Daniel Brühl abhängen. Ich bin natürlich professionell und ließ meine Begeisterung nicht zum Ausbruch kommen und hab ihn seinen Homies überlassen.

    Die Sitzplätze habe ich dann während der Vorband Mew abgecheckt. Die waren scheiße (also Mew. Die Sitze waren gut). Aber ich wollte gar nicht sitzen. Ich wollte doch lieber runter zum Pöbel. Durfte ich nicht :/

    Nach der Belustigung über das Sandwich für 7,50 Euro, dass die Größe eines Kinderschuhs hatte, haben wir dann Platz genommen, um die Kings of Leon zu sehen.
    Der Sound war OK. Die Bassdrum war ultra! Dort will ich mal ein Drone-Konzert erleben!
    Als dann der zweite Song "Be Somebody" kam, hab ich mich dann vor meinen Platz gestellt (sonst hätte ich eh' nix gesehen, weil vor mir freudig klatschend und hüpfend eine sehr aufgeregte Fännin stand). Als man dann zu "Sex on Fire" die Kommerz-Fans ausmachen konnte (ca. 80%) und das Gebläke losging, hab ich zum ersten Mal wegen des Publikums zu den Ohrstöpseln gegriffen. Der Sound wurde dadurch auch besser.
    Mit meiner Begeisterung zu "Califonia Waiting" und "Charmer" stand ich irgendwie alleine da.. kannten die ganzen Kiddies wohl nicht.
    Nach Songs wie "On Call" und "Closer" gab es dann noch 4(!) Zugaben inklusive "Knocked Up" (schmacht...)
    Nach gut 1,5 Stunden war es dann vorbei. Die Band hat sich zurückgehalten und wirkte schon ziemlich müde und hat die Show lieber der Technik überlassen. Caleb hatte schon einiges auf dem Kessel und hat sich lallend beim Publikum bedankt.

    War ein schönes Konzert. Hat Spaß gemacht und die 15.000-Leute-Atmosphäre inklusive Echo(!) in der Halle waren ein Erlebnis.
    Ich freu mich aber auch wieder auf meine verrauchten Hinterhof-Clubs wo man schubsen und der Band die Hand schütteln kann. Ohne Daniel Brühl.

    mehr gibts auf staticfields.net
  • Colour Haze / Evil Evening

    30 nov 2008, 09:32

    Sa., 29. Nov. – Colour Haze, burning motors
    Evil Evening. 6 Stunden Stonerrock, Sludge, Doom. Boah!

    Gegen halb 9 angekommen spielten bereits Smokin Engine aus Dresden. Junge, waren die gut. Mit der Mischung aus Doom, Metal und Sludge haben die 3 odentlich was hingelegt. Zugabe wollte ich! Bekam ich! Geil!

    Danach spielten Mountains of the Green DesART. Mit Psychedelic/Rock brachten auch sie den Fuß zum Wippen. Und deren Bassist ist geisteskrank ;D

    Da ich mich auf einen Stonerrockabend vorbereitet habe, haben mich die anschließenden nevAmind aus Leipzig weniger vom Hocker gerissen. Netter Rock mit einem ganz kleinen Bisschen Punk, wären sie aber sicher ein richtig guter Act für ne Indie-Party. Eher eine Band zum Spaß haben und Tanzen.

    Und dann kam Band Nummer 4! burning motors! Alter! Nach nem viel zu langen Soundcheck ging's ab. Und zwar ordentlich! Zwischen Melvins, Black Sabbath und Motörhead brachten sie mit Sludge und Doom das gesamte Publikum zum einheitlichen Vor-und-Zurück. Die wabernde Masse aus Köpfen und Haaren schrie nach Zugabe. Zugabe kam. Wahnsinn!
    "WER IST HIER FÜR COLOUR HAZE?" - "..hier ich.", "ich", "whoo"..
    "UND WER IST HIER FÜR BURNING MOTORS" - "UUUHÄÄÄÄÄYEAAAHÄÄÄÄÄ!!!!"

    Eigentlich hätte man ja jetzt Feierabend machen und können und zeitig ins Bett gehen. Aber ich hab ja nunmal bezahlt.

    Es war langsam spät und gegen 2 Uhr fingen Colour Haze an. Am Anfang dachte ich mir noch so "Joar.. naja, netter psychedelic. Kann man schonmal haben" Nachdem zweiten Song (ich glaub das war das großartige Moon), hat sich kurz meine Kondition verabschiedet und ich hab mich sitzend einer ganz neuen Perspektive aus Ärschen und stampfenden Beinen hingegeben. Kurz darauf war ich aber wieder dabei. Zwischendurch hat mir jemand gesagt "Mann.. ging der Song jetzt echt 20 Minuten? Bei der Musik bleibt ja die Zeit stehen!". Und dann folgten noch schätzungsweise hundert andere Wahnsinns-Songs, die aus 20 Minütigen Outros mit Gitarrensolo und und reichlich Abgeh bestanden. Der Letzte Song sollte kurz vor 3 Uhr das 10-Minütige Love sein. Ging ab! Aufwiedersehen! Zugabe! "Wir spielen noch 3!"
    ...
    Ok.. dagegen hab ich nichts. Und so kam noch mal ne ca. halbstündige Zugabe, bis dann wirklich nach insgesamt 7 Stunden Konzerte Schluss war.

    Das letzte Mal, als ich wirklich so glücklich darüber war, Ohrstöpsel dabei zu haben war damals bei Sunn O))) (Colour Haze hatten übrigens Sunn-Verstärker :D ).
    Laut war's geil war's. Sehr geil. Aber jetzt hab ich ehrlich gesagt erstmal keinen Bock mehr auf Stoner-Psychedelic-Kram. War Gut und Viel. Morgen dann erst wieder.

    mehr gibt's auf blog.staticfields.net
  • Evil Evening

    30 nov 2008, 09:31

    Sa., 29. Nov. – Evil Evening Stoner
    Evil Evening. 6 Stunden Stonerrock, Sludge, Doom. Boah!

    Gegen halb 9 angekommen spielten bereits Smokin Engine aus Dresden. Junge, waren die gut. Mit der Mischung aus Doom, Metal und Sludge haben die 3 odentlich was hingelegt. Zugabe wollte ich! Bekam ich! Geil!

    Danach spielten Mountains of the Green DesART. Mit Psychedelic/Rock brachten auch sie den Fuß zum Wippen. Und deren Bassist ist geisteskrank ;D

    Da ich mich auf einen Stonerrockabend vorbereitet habe, haben mich die anschließenden nevAmind aus Leipzig weniger vom Hocker gerissen. Netter Rock mit einem ganz kleinen Bisschen Punk, wären sie aber sicher ein richtig guter Act für ne Indie-Party. Eher eine Band zum Spaß haben und Tanzen.

    Und dann kam Band Nummer 4! burning motors! Alter! Nach nem viel zu langen Soundcheck ging's ab. Und zwar ordentlich! Zwischen Melvins, Black Sabbath und Motörhead brachten sie mit Sludge und Doom das gesamte Publikum zum einheitlichen Vor-und-Zurück. Die wabernde Masse aus Köpfen und Haaren schrie nach Zugabe. Zugabe kam. Wahnsinn!
    "WER IST HIER FÜR COLOUR HAZE?" - "..hier ich.", "ich", "whoo"..
    "UND WER IST HIER FÜR BURNING MOTORS" - "UUUHÄÄÄÄÄYEAAAHÄÄÄÄÄ!!!!"

    Eigentlich hätte man ja jetzt Feierabend machen und können und zeitig ins Bett gehen. Aber ich hab ja nunmal bezahlt.

    Es war langsam spät und gegen 2 Uhr fingen Colour Haze an. Am Anfang dachte ich mir noch so "Joar.. naja, netter psychedelic. Kann man schonmal haben" Nachdem zweiten Song (ich glaub das war das großartige Moon), hat sich kurz meine Kondition verabschiedet und ich hab mich sitzend einer ganz neuen Perspektive aus Ärschen und stampfenden Beinen hingegeben. Kurz darauf war ich aber wieder dabei. Zwischendurch hat mir jemand gesagt "Mann.. ging der Song jetzt echt 20 Minuten? Bei der Musik bleibt ja die Zeit stehen!". Und dann folgten noch schätzungsweise hundert andere Wahnsinns-Songs, die aus 20 Minütigen Outros mit Gitarrensolo und und reichlich Abgeh bestanden. Der Letzte Song sollte kurz vor 3 Uhr das 10-Minütige Love sein. Ging ab! Aufwiedersehen! Zugabe! "Wir spielen noch 3!"
    ...
    Ok.. dagegen hab ich nichts. Und so kam noch mal ne ca. halbstündige Zugabe, bis dann wirklich nach insgesamt 7 Stunden Konzerte Schluss war.

    Das letzte Mal, als ich wirklich so glücklich darüber war, Ohrstöpsel dabei zu haben war damals bei Sunn O))) (Colour Haze hatten übrigens Sunn-Verstärker :D ).
    Laut war's geil war's. Sehr geil. Aber jetzt hab ich ehrlich gesagt erstmal keinen Bock mehr auf Stoner-Psychedelic-Kram. War Gut und Viel. Morgen dann erst wieder.

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  • Bohren & der Club of Gore (german)

    27 okt 2008, 18:14

    Sa., 25. Okt. – Bohren & der Club of Gore, Alexander Tucker

    Düster sollte es am 25. Oktober in der Scheune werden. Auf dem Konzertplan stand Bohren & der Club of Gore.

    Der erste Blick beim Betreten des Konzertsaals fiel auf die Notausgangsleuchten, die mit dunkelblauem Stoff behangen waren und allgemein das spärliche Licht. Das Publikum bestand aus allen möglichen Musikhörerschichten und wurde zum Sitzen eingeladen. Leider alles aufgebaut wie bei einem Theater-Stück. Stuhl neben Stuhl. Reihe hinter Reihe hinter Reihe. Da hätte ich mir doch lieber etwas Jazz-Club Athmosphäre mit kleinen Tischen zu je 3-4 Stühlen gewünscht. Aber dafür hätte der Platz nicht gereicht, denn es war voll. Sehr voll.
    Also irgendwo in der vorderen Hälfte Platz genommen und gespannt auf den Support-Act Alexander Tucker gewartet.
    Nun.. viel zu erzählen habe ich nicht. Cello, Gitarre, Stimme, Effekte und Sampler haben einen Wust aus mehr oder weniger zusammenpassenden Soundschnipseln gebildet.
    Gefallen hat mir nur zwischendurch die eine Minute, als die (Semi-)Akustik-Gitarre tief derbe verzerrt war und an Electric Wizard erinnerte. Aber der Rest war mit der Zeit irgendwie nervig. Die Musik ging etwa in Richtung Singer/Songwriter gepaart mit Klanglandschaft und viel Experiment.

    Danach gingen die roten Scheinwerfer an und blendeten.

    Was hat man nicht alles im Vorfeld über die Konzerte von Bohren & der Club of Gore gehört und gelesen. 3-Stündige Sitzungen mit dem Rücken zum Publikum und einer an einem Faden an der Decke aufgehängten Taschenlampe als einzige Lichtquelle.
    Nun.. irgendwie hat sich nichts davon bestätigt. Jedes der Band-Mitglieder wurde von einem schwachen Licht eines Farbwechslers beleuchtet, mit dem Gesicht zum Publikum. Nach dem ersten Song begrüßte Christoph Clöser (Saxomophon) mit sonorer Stimme das Publikum. "Wir werden heute 2 Lieder mehr als üblich spielen. Dafür aber alle 2 Minuten kürzer." Das Publikum lacht. "Das Programm dauert etwa drei Stunden". Damit hat er gelogen. Es sollten am Ende nur 90 Minuten werden.
    Zwischen den Stücken hat er immerwieder einen recht amüsanten Kommentar übrig gehabt, wie zum Beispiel "Früher wurde uns immer gesagt, dass wir, wenn wir den Teller nicht aufessen, AIDS bekommen". Gut. Geschmackssache. Der massive (6-Saiten-)Bass, ließ Teile vom Inventar vibrieren und summen und ging ab und zu auf die Ohren.
    Für mich war der Auftritt weitaus melodiöser als erwartet. Wahrscheinlich weil ich mich eher mit Geisterfaust beschäftigt habe als mit den anderen Alben. Nach ca. 10 Liedern verabschiedete sich die Band und erschien noch einmal für 2 Zugaben.
    Erkannt habe ich Stücke aus Black Earth und Geisterfaust, allerdings konnte ich keine Namen zuordnen. Mir wurde im Nachhinhein gesagt, dass die letzte Zugabe "Midnight Black Earth" gewesen sein soll. Die Lieder "Bunker" und "Still am Tresen" waren unverwechselbar, da Christoph sie ankündigte.
    Insgesamt war das Konzert ein Erlebnis, dass man nicht vergleichen kann. Aber um wirklich von einem EINMALIGEN Erlebnis sprechen zu können, war es doch zu kurz, und für meinen Geschmack zu "unbohrenig". Es fehlte einfach ein bisschen Extrem nach unten.

    "Other bands play, Bohren bore!" - Morten Gass (*)

    mehr gibt's unter blog.staticfields.net
  • This Will Destroy You! (german)

    20 okt 2008, 15:58

    So., 19. Okt. – This Will Destroy You, Mom
    Am 19. Oktober gaben This Will Destroy You ein fantastisches Konzert im Beatpol.
    Angekommen im Beatpol, gleich die erste Überraschung: Vor der Bühne waren ca. 30 Sitzplätze aufgebaut.
    Hmm.. Konzert im Sitzen. Eine neue Erfahrung. Für mich ne kleine Generalprobe fürs kommende Konzert von Bohren & der Club of Gore.

    Nach dem obligatorischen über-Musik-philosophieren (und einem nervenaufreibenden Gang durch mein Musik-Gedächtnis, welche Band denn grad aus der Konserve kommt (hat sich letztendlich als Daturah rausgestellt. Empfehlenswert!)), haben wir uns die Plätze vorn links vor der Bühne ausgesucht und festgestellt "Hier ist ja nicht viel los..".
    Kurz darauf kamen die zwei Jungs von Mom aus Texas mit Cello, Violine und Gitarre auf die Bühne und spielten mit vielen Effekten und programmierten Drums ne solide Mixtur aus Hintergrundmusik und Wall of Sound. Hätten sie einen echten Drummer, wäre der Auftritt noch etwas kraftvoller gewesen. Aber den Applaus haben sie verdient. Sitzen hat gepasst.

    Einem Blick hinter meinen Rücken folgte ein "Wow.. hat sich ja ganz schön gefüllt". Die 30 Plätze haben selbstverständlich nicht gereicht und die spät gekommenen verteilten sich neben und hinter uns.

    Dann fingen This Will Destroy You an.
    Ich kann mich leider nicht mehr genau an die Setlist erinnern. Wär cool, wenn die jemand hätte.
    "Hi. We're This Will Destroy You from Texas".
    Es war sehr laut und nach dem ersten Song überlegte ich, meinen Gehörschutz zu benutzen, wartete aber doch noch. Nach "Quiet" war ich schon komplett hin und weg und dachte nicht mehr daran, mir die Ohren zu zu stopfen. Spätestens nach "The World is our ___" wurde aus meinem sitzenden Fuß-Wippen dann doch Körpereinsatz, der mit einem grandiosen "There Are some Remedies Worse than the Disease" beendet wurde. Ewiger Applaus bewegte Jeremy(?) nocheinmal auf die Bühne zu kommen "Sorry. We've played all songs we have. If we would have more, we would play them. But that's all. Thank You.". Wahrscheinlich hätte es niemanden gestört, wenn sie nochmal von vorn anfangen ;)
    Zwischendurch gab es Feedback, dass entgegen meiner Vermutung doch nicht Absicht war, wie mir Dono danach versicherte.
    Konzert im Sitzen war OK. Hat kaum beim Abgehen gestört. 'N bisschen blöd kam ich mir nachher vor, aber egal ;)
    Am Ende noch der rituelle T-Shirt-Kauf und zwei Autogramme von Andrew und Dono abgegriffen.
    Rundum ein großartiges Konzert mit fantastischen Songs in gesunder Lautstärke.
    Im April bin ich wieder dabei!

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