Blogg

  • WolfHall's Review (DE+EN): lingouf - Illumina-TV

    1 dec 2013, 21:58


    https://soundcloud.com/lingouf/bankster
    lingouf - illumina-tv [Ant-Zen, 2013]
    ★★★★★★★★☆ ☆ (8/10)

    Wie das Cover schon erahnen läßt, gibt es heute ein verspieltes, experimentelles Album. Im Grunde ist es , was der Franzose Vincent Ingouf in liebevoller Weise produziert hat. Freilich stellenweise mit , und durchsetzt. Auf eine eigenartige Art passt aber alles zusammen, was da an wundersamem Getier aus dem Fernsehgerät kriecht. Tonschnipsel jeglicher Couleur werden zurechtgefeilt und eingesetzt.

    Schon erstaunlich was für einen Schaffenskraft er hat, das letzte Album „Lucélma“ ist gerade 3 Monate her, da kommt schon das Nächste. Wobei die Reihenfolge wohl anders herum ist, und nur die Veröffentlichung durch Ant-Zen sich verzögert hat.


    http://lingouf.bandcamp.com/album/luc-lma

    Daher ist es nicht verwunderlich, daß er sein eigenes Label „Otolythe“ betreibt. Die Grafiken welche ebenfalls in Eigenregie zustande kommen passen daher auf vergnügliche Weise zum Gesamtkonzept, man schaue sich nur seine durchgestylte homepage an. Alles aus einem Guß. So ein hingebungsvolles Wirken ist heutzutage selten geworden, ist doch das meiste schnelllebig und hingeworfen.

    Durch das leicht chaotische Konzept wird er es jedoch schwer haben, die angebrachte Aufmerksamkeit zu erlangen. Schade eigentlich.

    Fenris W.
    ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
    By taking a look at the cover, you almost already know what's coming your way. Today I will review a playful, experimental album. Essentially its '' , produced by the French guy Vincent Ingouf in a lovely fashion. Of course it is dotted with , and at some points. The wondrous critters creeping out of the TV-Set all come together in a strange, yet beautiful way.
    Sound samples of all kind get rigged up in order to fit the set.

    His creative output is pretty remarkable, the latest album "Lucélma" was released only 3 month ago, ups, there comes the next one. The order should be reversed, because this release was obviously delayed by German label Ant-Zen.


    http://lingouf.bandcamp.com/album/luc-lma

    So it's no wonder that he runs his own label "Otolythe". The artwork, which is done by him as well fits the bill amusingly. You only have check his completely integrated homepage. One joint force. Such dedication has become very rare indeed, since tracks by different artists are most of the time fickle and not thought through.

    Due to his slightly chaotic concept he will find it hard to obtain the deserved attention. That's a pity for sure.
  • WolfHall's Review Oct. '13 (DE+EN): Hecq - Horror Vacui

    5 nov 2013, 22:32


    Hecq - Horror Vacui [Hymen, 2013]
    ★★★★★★★★★☆ (9/10)

    Nachtrag Oktober
    Heute geht es in den Grenzbereich des s, zur Intelligent Dance Music, kurz . Angst vor der Leere, also den „Horror Vacui“ braucht man nicht zu haben, obwohl die Stücke alle instrumental gehalten sind. Im Gegenteil würde ich meinen, am besten man hört die Tracks sehr laut, oder gleich mit Kopfhörer. Nur dann bekommt man die Feinheiten, die in diesem Klanguniversum lauern, ungefiltert ins Gehirn. „Horror Vacui“ ist ein Überblick von 2001 bis 2011. Das macht die Angelegenheit sehr abwechslungsreich, da man unveröffentlichtes, Demos und Remixe zusammengestellt hat.

    Das ist nicht nur IDM, das ist VIDM. Very Intelligent Dance Music sozusagen. Derartig auf den Punkt gebracht, schiere Perfektion. Produktionstechnisch gehts nicht besser. Da verwundert es einen nicht, daß seine Klangmalereien auch kommerziell in Werbespots zum Einsatz kommen. Ben Lukas Boysen alias Hecq gibt sich nicht mit halbgaren Sachen zufrieden, alles ist bis auf Letzte ausgereizt. Die Remixe am Schluß würzen das Ganze zusätzlich mit .

    Der erste Titel ist zugleich die allererste Aufnahme die dieser Künstler jemals gemacht hat, ambiente Klangflächen unterbrochen von rhythmischen Einsprengseln, das man dann folgerichtig als bezeichnen kann. Nummer 4 „Rye“ kommt komplett ambient daher, sehr elegisch. Das folgende „dkmajestic“ von 2004 ist viel ausgereifter, geradezu magisch dynamisch, wie oben im Video zu hören ist. Einfach die Augen schließen und eintauchen in die Atmosphäre.

    Weiter geht es mit ein paar experimentelleren Klangproben die 2006 - 2011 entstanden sind, jedoch nicht minder reizvoll. Seltsamerweise bringen die Remixe im letzten Drittel des Albums keinen zusätzlichen Gewinn, sonder demontieren eher den ihm eigenen ausgefeilten Klangcharakter.

    Abzug gibts wegen dem Artwork, daß ich mir eher in der / Ecke vorstellen kann, zur abstrakten Musik eher unpassend. Vielleicht gibts dafür einen extra Anlaß, spontan erschließt sich mir jedenfalls der Zusammenhang nicht.
    Zusätzlich möchte ich den verantwortlichen fürs Mastering nennen, Andreas [LUPO] Lubich, der einen wundervollen Job gemacht hat.
    Fenris W.
    ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
    Supplement October

    Today we take a trip to a border area of , to , short for Intelligent Dance Music. No one has to be afraid of the void, the "Horror Vacui", although the titles are entirely instrumental. Quite the contrary I would say, most suitable the tracks are either played on high volume, or listened by headphones. So the sophisticated gestures hidden in this sound universe get straight into ones mind. "Horror Vacui" features songs spanning the first decade of Hecq, from 2001 - 2011. Unreleased material, demos and remixes finally see the light of day. That makes the trip a diversified one.

    This is not simply IDM, but VIDM, Very Intelligent Dance Music, taken to the extreme, utmost perfection. Sound editing and production are excellent. Ben Lukas Boysen aka Hecq, seems not to be satisfied with half-baked stuff, everything is exploited to the max. So it is not surprising that his sound collages are being commercially used in TV ads. The remixes at the latter part of the album, sprinkle some additional on top.

    The first title marks at the same time the very first recording by the artist, ambient soundscapes intercepted by rhythmic scatters, tag as "". #4 entitled "Rye" is a track in an elegiac ambient style. The follow up "dkmajestic" from 2004 is matured, dynamic, a real gem. Decide for yourself when watching the video above. Close your eyes and drift away.

    The story continues with sound experiments dating from 2006 - 2011, which are not at all boring. The remixes in the final third strangely enough fail to give additional benefit, rather undermine his nuanced approach.

    The artwork for this abstract album is somewhat misleading, it would fit better in the / genre. Maybe I am missing something here, but at first glance I cannot see the connection.
    Furthermore I would like give a shout-out to Andreas [LUPO] Lubich, who did a marvelous job in mastering this compilation.

    Fenris W.
  • WolfHall's Review Sept. '13 (DE+EN): VA - Death # Disco Compilation Vol. III

    15 okt 2013, 22:18


    Various Artists - DEATH # DISCO Compilation, Volume III [death-disco.de, 2013]
    ★★★★★★★★★☆ (9/10)

    Nachtrag September
    Ab und zu sollte man über den Tellerrand hinausschauen. Dazu machen wir einen Schritt in die Synthie Ecke mit dem dritten Sampler der Berliner Clubnacht Veranstalter „Death # Disco“. Größtenteils unveröffentlichte Stücke bzw. unveröffentichte Versionen versammelte man zu einem hochwertigen Querschnitt durch die momentan angesagte / Szene.

    Die 21 Titel geben einen guten Überblick des aktuellen Treibens, in der Mehrzahl up-tempo Nummern, die eine Club Compilation auch erwarten läßt. Keine Spur von andern Orts gehörtem Dilettantismus, es wurden durchweg anspruchsvolle Gruppen ins Boot genommen. Darunter richtige Tanzflächen Hits wie der Opener „Eleven Pond - Sex Robot“. Der New Yorker machte schon Musik in den 80ern und steht nun wieder auf der Bühne, und das mit viel Vergnügen, wie es scheint. Fabelhafter Track. Dazu zählt ebenso die #4 der Londoner Boy band „Ulterior“, welche das Tanzbein jucken läßt. Das „“ Label, daß sie sich selber aufkleben, ist gar nicht so weit hergeholt. Es folgen Lieder von „Xiu“ und „//zoo“, welche einen zurück die 80er beamen, man denke an Bands wie „TRISOMIE 21“ oder „Crawling Chaos“.

    Die Pariser Duo „Frank (just Frank)“ und die „Ill Winds“ aus der deutschen Hauptstadt, lockern mit ihrem flotten Sound die Gehörgänge auf. Bei den ersteren muß ich an die französischen „CHARLES DE GOAL“ denken, die leider immer noch ein Geheimtip sind, und wahrscheinlich auch bleiben werden. „Lebanon Hanover“ ist Geschmackssache, mir ist der Gesang zu dünn.

    Der angekündigte „“ kommt gegen Ende mit „The Lost Rivers“, sowie der akustischen Cover Version „Heartland“ von „Kiss the Anus of a Black Cat“, im original natürlich von „The Sisters of Mercy“. Leider gewinnt das Stück in dieser Fassung wegen der flachen Stimme des Sängers nichts hinzu. Aus dem Rahmen fällt der kurze Schlußpunkt des fleißig in Deutschland tourenden Amerikaners „King Dude“ mit seinem dreckigen .

    Das / Genre wird hier nicht neu erfunden, aber amüsant und talentiert neu interpretiert. Die Gäste werden den Verantwortlichen im hippen Berlin so schnell nicht ausgehen, sodaß man sich auf weitere liebevoll gemachte Death # Disco Compilations freuen darf.
    Fenris W.
    ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
    Supplement September
    From time to time it is useful to broaden the horizon. We take a step into the Synthie universe out there, following the path by the Berlin managers of the "Death # Disco" club events. Mostly previously unreleased tracks or unreleased versions were gathered to present a high quality profile of today's trending / scene.
    21 titles outline what's going on right now, mainly up-tempo songs which one would expect listening to a club sampler. Often heard amateurs were sorted out, only renowned bands are featured. Real dance floor smashers amongst it, like the opener "Eleven Pond - Sex Robot". The New York City guy started out in the 80s and plays live shows yet again nowadays, apparently with lots of fun. An amazing tune. In the same vein is track #4 by the London based boy band "Ulterior", which know how to write a great party song. The "" tag, which they apply to themselves is not far fetched. Next the sound swings to "" as played by „Xiu“ and „//zoo“, it beams the listener back to the 80s in an instant. Reminiscent of bands like "TRISOMIE 21" or "Crawling Chaos" acclaimed peers of that genre.

    The duo out of Paris "Frank (just Frank)" and Berlin natives "Ill Winds", stirring up the mix with their lively contributions. The first ones remind me of the French group "CHARLES DE GOAL", unfortunately still a insiders' tip, and will probably remain one. "Lebanon Hanover" is debatable, the vocals are to brittle according to my taste.

    The announced "" is kept for the end of the CD for "The Lost Rivers", and an acoustic cover version of "Heartland", of course written by "The Sisters of Mercy", performed here by "Kiss the Anus of a Black Cat". They fail to add something new to the original, due to the monotonous singing. The final song is by American "King Dude", which is busy touring Germany for the last years, a short rough Folk-Rock entry, totally out of line.

    The / genre is not redefined on the album, but skillfully re-interpreted and a great pleasure to listen.
    Fenris W.
  • WolfHall's Review August '13 (DE+EN): Arduinna - Winter Ruins

    28 aug 2013, 19:18


    Arduinna - Winter Ruins [Seventh Crow Records, 2013]
    ★★★★★★★☆☆☆ (7/10)

    Nach dem ersten Album „Wéris“ von 2011 ist dies das zweite Werk, der (noch) weitgehend unbekannten wallonischen Künstler. Das / / / Duo: Christophe De Nockere und Tim Dobbelaere stammt aus dem Hohen Venn der Ardennen. Die Naturfreunde verpacken ihre raue und urtümliche Heimat in sagenhafte Klanggemälde. Einige Mühe hatten sie damit es zu veröffentlichen. Im zweiten Anlauf klappte es dann beim französischen Label „Seventh Crow Records“. Wäre schade gewesen, wenn diese Perlen das Tageslicht nicht erblickt hätten.

    Das Album ist seit März als CD und download auf Winter Ruines @bandcamp erhältlich. Mit der Ausarbeitung der 11 Titel hat man sich hörbar angestrengt, klingt doch alles wohl durchdacht, gut abgemischt und produziert. Da gibts keine billigen Synthies à la Polen oder Ukraine aufgetischt, wo das Material lieblos am Rechner zusammengesetzt wurde. Ich vernehme deutlich analoges Schlagwerk, diverse selbst eingespielte Streich- und Zupfinstrumente, die sich in durchkomponierten Strukturen und Arrangements stimmungsvoll in die Gehörgänge einschleichen. „Winter Ruins“ passt auch zur Jahreszeit des ausgehenden Sommers / Herbstanfangs vortrefflich, sind doch die Nächte längst nicht mehr so lau. Wo „Wéris“ noch mehr nach Ambient geklungen hat, ist der Nachfolger viel erwachsener geworden und breiter angelegt.

    Auf dem eigenen Youtube Channel wird das zugehörige Artwork der Zwei sichtbar. Drei Viertel der Titel des Albums hat man mit stimmigen Landschaftsbildern in s/w selbst filmisch inszeniert, was die Musik abstrahiert und viel Raum für die Phantasie des Zuhörers läßt.
    Mein persönlicher Favorit ist das Stück „Aigéan“, welches sich dynamisch nach oben schaukelt, dunkel wabernde Synthie Flächen, angefacht von einsetzenden Trommeln.
    Eryri“ und „Amaroq“ sind weitere imposante Titel.
    Auf ihrer Facebook Seite steht, daß für das dritte Album die Gastsängerin Alessia Cicala von „Atrium Animae“ mit eingeplant ist. Das wird ihrer Musik zusätzliche Schubkraft geben, und sie in die Nähe ihrer Vorbilder Sephiroth bzw. Arcana rücken.

    Fenris W.
    ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
    After the first album "Wéris", released 2 years ago, this is the second full length CD, by the (still) largely unknown Walloon artists. The / / / duo: Christophe De Nockere and Tim Dobbelaere hails from The Hautes Fagnes (The Ardennes), a high plateau with boggy heath and woods, windswept and rather wild. The nature lovers wrap their rough and unspoiled home in mythical sound creations. They had some trouble releasing it though. Successful was the second attempt with the French "Seventh Crow Records" label. A pity if those gems wouldn't have seen the light of day.

    "Winter Ruins" is available since March as a regular CD and download from Winter Ruines @bandcamp. They took obvious effort in elaborating the 11 tracks, everything sounds thought through, well mixed and produced. There are no cheap synthies, as heard in Polish or Ukrainian music for example, where the material is unlovingly put together on the desktop. I clearly sense analogue percussion and miscellaneous stringed and plucked instruments brought in by themselves. The sound creeps in the listeners ears by through-composed structures and arrangements full of atmosphere. "Winter Ruins" also fits brillant in late summer/early autumn, where mild nights left us for good. Its predecessor "Wéris" sounds much more ambient, whereas the second album is mature and wide-ranging.

    On Arduinna's YouTube channel the artwork becomes apparent. Three quarters of the album tracks are presented online in consistent b/w landscape imagery filmed by the band. It offers a different perspective on the music, and lets enough space for the listeners to dwell on.

    My personal favorite is "Aigéan", dynamically swinging itself up, dark brooding synthie bass-lines, stepped up by large drums. Furthermore "Eryri and "Amaroq" are impressive titles too.
    They mention on their facebook page, that it is planned to collaborate with guest vocalist Alessia Cicala from "Atrium Animae" on the next album. This will give an additional boost to the band's fortune, and lift them further towards their peers "Sephiroth" or "Arcana".

    Fenris W.
  • WolfHall's Review July '13 (DE+EN): Weh - Folkloren

    19 aug 2013, 18:20


    LISTEN here to track # 3 from 'Folkloren' on SoundCloud

    Weh - Folkloren [SoulSeller Records, 2013]
    ★★★★★★★★☆☆ (8/10)

    Nachtrag Juli
    Ein ziemlich kurzes (40:15 min), ruhiges, unspektakuläres und somit belangloses Album sollte man denken. Aber weit gefehlt, manch anderer Barde könnte sich bei dem Norweger Erik Evju eine Scheibe Gesangs- sowie Kompositionstalent abschneiden. Das Ein-Mann Projekt, veröffentlicht auf dem niederländischen SoulSeller Records Metal-Label. Weil der Protagonist aus dem Metal Umfeld kommt, erscheint die Produktion hier logisch, andererseits aufgrund des s/Neofolks der abgeliefert wird, wird er es dort schwer haben.
    Sicherlich nichts für harte Jungs.

    Die besten Titel für meinen Geschmack sind: „Every Leaf and Branch Will Tremble“, „I Let the Night Cover Me“ und „Long Days of Winter“. Erik untermalt seine Akustik Gitarre nur ganz sachte mit Keyboard, Klavier oder Violine, von Percussion läßt er ganz die Finger, was völlig richtig scheint, wenn man seiner Musik lauscht. Die Gesangsspuren werden im Editing mehrfach übereinander gelegt, so daß die Scheibe nie eintönig wirkt. Hier ist weniger mehr, was selten der Fall ist, weil da kommt es darauf an, ob mans kann. Jeder Fehler ist bei dieser Puristik unverzeihlich. Und er kanns! Wie oben schon erwähnt, da sieht mancher Genrekollege blaß dagegen aus. Seine warme, intime Stimme trägt das komplette Werk. Die Erfahrung von 11 Jahren musizieren spürt man von Anfang an. Wie im letzten Album „En Natt Kom Doed“ wird abwechselnd norwegisch und englisch gesungen. Es wirkt alles sehr anschmiegsam, aber an keiner Stelle beliebig.

    Nach einer Doppel-Compilation von 2010, in der die frühen Aufnahmen versammelt sind, ist „Folkloren“ das dritte Album. Ich hoffe es werden noch viele gefühlvolle
    Werke folgen.
    Fenris W.

    ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
    Supplement July
    A rather short (40:15 min), tranquil, unspectacular and therefore insignificant album one might think. Far from it. Several other bards could take a leaf out of his book, considering the vocal and musical talent by Norwegian Erik Evju. A One-man project, released on the Dutch 'SoulSeller Records' Metal label. Since the protagonist stems from the metal genre, it seems obvious to have chosen it, on the other hand he will find it hard to compete with the recorded /Neofolk. Incompatible with those 'metal heads' for sure.

    To my taste the best tracks on the album are: "Every Leaf and Branch Will Tremble", "I Let the Night Cover Me" and "Long Days of Winter".

    Erik accentuates his acoustic guitar play only very slightly by keyboard, piano or violin, he abstains from percussions, what seems correct when listening to his sound. The vocal tracks are multiplied in the editing process, so the CD never becomes dreary. 'Less is more', what rarely is true, 'cos here the real top-notcher shows off. Every mishap is unforgiving, while playing this pure sound. But he is absolutely flawless. As mentioned above, he leaves some other genre colleagues in the dust by "Folkloren". His warm intimate voice carries it entirely. The 11 years of artistic experience are felt instantaneously. Like on the last album "En Natt Kom Doed", Norwegian and English lyrics are alternating. The whole material sounds very pleasant, but at no point arbitrary.

    After a double compilation in 2010, where early recordings are gathered, this is the third album to date. I hope many other subtle works will follow suit.
    Fenris W.
  • WolfHall's Review June '13(DE+EN): Chaostar - Anomima

    22 jul 2013, 06:42



    Chaostar - Anomima [Season of Mist, 2013]
    ★★★★★★★★★☆ (9/10)

    Nachtrag Juni.
    Um es gleich vorweg zunehmen, was bei „Anomima“ (griech.: Sünde) geboten wird ist schlicht atemberaubend. Komponist Christos Antoniou, der eigentlich Kopf und Gitarrist der Band „Septic Flesh“ ist, hat sich auf dem vierten Album seines Seiten-Projekts so richtig ausgetobt. Es liegt in einer „normalen“ CD-Ausführung vor, und in einer limitierten Version mit zusäztlicher DVD, die das Making of mit dem „FILMharmonic Orchestra und Chor Prag“ wiedergibt, plus „Canticles 2“.

    In punkto Vielseitigkeit und radikalen Abkehr vom übertrifft sie den Vorgänger „Underworld“ von 2008. Man hat sich sichtlich zeit für die Reife der Stücke gelassen. Das bleibt nicht unbemerkt.
    Sehr starker Tobak, für manchen vielleicht zu stark, jedoch auf brilliantem technischem sowie musikalischem Niveau. Keine Musik für zwischendurch, man muß sich darauf einlassen und wird belohnt.

    Es geht einmal quer durch den ganzen Gemüsegarten: , , , , , , und , den Erzähler der eine -artige Atmosphäre erzeugt nicht mitgerechnet. Herausragend neben den Kompositionen und der Produktion ist die Stimme von Androniki Skoula. Die Frau ist Musik in den Ohren. Außer dem Gesang, zeichnet sie für die Liedtexte verantwortlich. Vorgetragen werden diese in japanisch, englisch, französisch, italienisch, griechisch und deutsch.

    Den Auftakt macht das gespenstisch anmutende japanische „ (Ma)“. Dessen gesprochener Text übersetzt ins englische bedeutet:
    The way to above and to below is one and the same.
    My Path is High,
    Above the sky,
    Where you can fly or you can die
    You can't enter twice...

    Ma... [...]

    Das folgende „Un pensiero per il destino“ hat es in sich. Selten so ein vorzügliches Kabinettstückchen gehört. Überbordende Klanggemälde, dramatischer / erzeugt mit akustisch eingespielten Flöten, Streichern unterstützt von diversen Schlaginstrumenten. Anschließend gehts in die Oper („Medea“) bzw. ins („Dilate the Time“). Bei „Medea“ erinnert das Organ der Sängerin an ihre Landsmännin Diamanda Galás, die ihr in deren schieren Stimmdynamik ebenbürtig ist. Weiteres Glanzlicht ist „Truth Will Prevail“, wo es mit Synthies bombastisch zur Sache geht.

    Die Zugabe der DVD markiert ein Bonus des Titels „Canticles“, in einer überarbeiteten Version. Was an ihrem populären Stück dran sein soll, bleibt mir allerdings verborgen, bietet der doch nicht mehr als den üblichen /.

    Eingerahmt wird das Epos durch die passende grafische Gestaltung des französischen Künstlers „Valnoir“, sichtlich inspiriert durch die Wiener Sezession, die um 1900 ihren Anfang hatte.

    Fenris W.
    ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
    Supplement June.
    At the outset I would like to comment on what "Anomima" (Greek for: "Sin") holds, because it is simply breathtaking. Composer Christos Antoniou, head and lead guitar player of band "Septic Flesh", is really rocking himself on the fourth album of his Side Project. It is released as a stand alone CD version, as well as a limited edition with an additional DVD, featuring the Making of by "FILMharmonic Orchestra and Choir of Prague" and "Canticles 2". Topping its predecessor "Underworld" dating from 2008, in respect to versatility and the radical distancing from the genre. They obviously did not hurry with this CD release, that does not pass unnoticed.
    Rather strong meat, for some perhaps to strong, however on a brilliant technical and artistic level. Certainly not easy to digest, but rewarding the effort.

    It's all over the map: , , , , , , and , not included the narrator inducing a like atmosphere. Besides the composition and production, the vocals by Androniki Skoula are exceptional. The woman is music to the ears. Apart from the vocals, she is responsible for the lyrics too, interpreting them in Japanese, English, French, Italian, Greek and German.

    Kicking off with the haunting Japanese " (Ma)". Its spoken text translates as follows:
    The way to above and to below is one and the same.
    My Path is High,
    Above the sky,
    Where you can fly or you can die
    You can't enter twice...

    Ma... [...]

    The succeeding "Un pensiero per il destino" is amazing. Those gems are very rare. Lush / soundscapes achieved by acoustically recorded flutes, strings accentuated with various percussions. The next trip leads into Opera ("Medea") plus into ("Dilate the Time"). In "Medea" the erratic vocal expression of singer A. Skoula reminds of her Greek counterpart Diamanda Galás, both seem at par with each other. Highlight #2 indicates "Truth Will Prevail", where vast Synthie layers create a bombastic feeling.

    The bonus track on the DVD marks the piece "Canticles 2". What's so special with their most popular song must remain a secret to me. It offers the usual / dance tune.

    The corresponding framework for this epic is provided by French graphic artist "Valnoir", which clearly was inspired by the Fin de siècle.
    Fenris W.
  • WolfHall's Review May '13(DE+EN): Vostok - Lo spazio dell'assenza

    31 maj 2013, 21:24


    ★★★★★★★☆☆☆ (7/10)
    Vostok - Lo spazio dell'assenza [Golden Morning Sounds, 2013]
    ★★★★★★★☆☆☆ (7/10)

    Auch wenn es musikalisch nicht immer meiner Kragenweite enspricht, und die Instrumentierung gewöhnungsbedürftig ist, will ich heute einen Ausflug in den , , , Akustik Bereich machen. Allein wegen der umwerfenden Stimme der Sängerin Mina Carlucci muß ich eine Kritik verfassen. Das vorliegende Debut Album wurde auf ihrem eigenen Label letzten Monat als CD veröffentlicht, und zugleich auf Bandcamp zum Anhören und Download online gestellt. Es ist ein wahrlich schwereloses Werk. Vielleicht wurde deshalb der Bandname „Vostok“, gewählt. Die erste Rakete mit der Juri Gagarin seinerzeit ins All aufgebrochen ist, stand hier Namenspate und inspirierte die Albumgrafiken.

    Vostok ist das Bandprojekt von Mina Carlucci (Gesang) und Giuseppe Argentiero (Akust./Klassische Gitarre) aus Italien (Apulien). Sehr gefühlvolle Lieder wie „Le néant scintillant“ (Das funkelnde Nichts) oder „Lacryma“ werden abwechselnd in italienischer und französischer Sprache vorgetragen. Die besten Stücke sind „Come marea“ und „Bonjour tristesse“, in denen das Saxophon nicht vorkommt, bzw. im Hintergrund bleibt, sowie das Rock Schlagzeug fehlt. Man sollte sich eventuell andere Instrumente bzw. Gastmusiker dazuholen. Anstatt des Rock-Schlagzeugs: Percussions und einen zweiten Gitarristen mit einer Rhythmusgitarre einsetzen. Das Saxophon und die Simme der Sängerin interpretieren die Melodie gleichzeitig, das Instrument erdrückt Mina C. förmlich. Das hat das überwältigende, zarte und zugleich kraftvolle Organ von ihr nicht nötig. Gegen Violinen und Klavier ist hingegen nichts einzuwenden.

    Die Stilbeschreibungen die die Band selbst angibt, laufen größtenteils ins Leere: . Hiervon würde ich , , und sofort kassieren wollen. Dafür die oben erwähnten anbringen. , , Akustik und triffts schon eher. Wenn sie das Saxophon weglassen wirds folkiger, was einen alternativen Weg für sie darstellen würde.

    Trotz der angeführten Einschränkungen sollte man ihr Debut Album „Lo spazio dell'assenza“ nicht verpassen.

    Fenris W.
    ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
    Even if it is not always according to my taste, and the selected instruments take getting used to, I will dive today in the , , and genre. My decision to write this review is solely based on the dazzling voice by the singer Mina Carlucci. The featured debut album, which has been released on their own label last month, was uploaded on Bandcamp as well by the artists, to listen and download. A indeed light and atmospheric album. Perhaps that's why the band name "Vostok" was chosen. The first rocket that ventured into space and took Juri Gagarin with it bears that name, and was inspiration for the artwork as well.

    "Vostok" is the project by Mina Carlucci (vocals) and Giuseppe Argentiero (Acoustic/Classical Guitar). They hail from Italy (Apulia). Very subtle songs like "Le néant scintillant" (The sparkling void) or "Lacryma" are sung either in Italian or French. The best pieces are "Come marea" and "Bonjour tristesse", where the Sax is not present, or is just in the background, plus the drum kit is not in use. Maybe one should rely on different instruments, I mean guest musicians. Instead of using a standard rock drum set: percussions and a second guitar player for rhythm guitar. The sax and the vocals interpret the melody at the same time, which smothers her voice literally. Her stunning gentle vocal timbre and at the same time powerful organ deserves better. There is nothing to say against violins and piano though.

    The tags used by the artist themselves prove futile: . I would subtract , , and immediately, and would rather suggest the ones mentioned above. , , and would fit better. If they get rid of the saxophone it would be more folky, what would pave an alternative way for them.

    In spite of the expressed limitations in their debut, "Lo spazio dell'assenza" should not be missed.

    Fenris W.
  • WolfHall's Review April '13(DE+EN): Lamia Vox - Sigillum Diaboli

    22 apr 2013, 12:07


    Lamia Vox - Sigillum Diaboli [Cyclic Law, 2013]
    ★★★★★★★★☆☆ (8/10)

    Das zweite Album, übersetzt: „Das Zeichen des Teufels“ dieses russischen Ein-Frau Projekts von und mit Alina Antonova liegt nun vor. , Ritual- und in einer außerordentlichen sinnlichen Qualität mit richtigen Instrumenten gespielt . Ich bin froh das auf die obligatorischen Aleister Crowley Samples verzichtet wurde, besten Dank.
    Mit dem Albumtitel wird schon sehr dick aufgetragen, was ich eigentlich so nicht unterschreiben würde, war das Vorgängeralbum „...introductio“ von 2010 ungleich wabernder und dunkler. Dem über weite Strecken recht eindimensionalen Erstlingswerk ist ein abwechslungsreiches, vielschichtiges zweites Album gefolgt, daß viele Spielarten miteinander vereinigt.

    Stück Nr. 2: „Lapis Occultus“ gab es vorab schon auf dem Kalpamantra Sampler „Krtrima Sprha“ letztes Jahr zu hören. Ihr Beitrag hat mir von den gesamten 75 (!) dort mit am besten gefallen und fand sogleich Eingang in mein „Ostara“ DJ-Set im ABBY.

    Witches Night“ wird mit ätherischem, unterschwelligem Gesang, „Enemy of Heaven“ mit Marschtrommeln, das hymnische „Liberation“ mit orthodoxen Chorälen unterlegt. Zum Schluß hin holt einen der wieder ein.

    Inzwischen ist sie vom russischen „Der Angriff“ zum kanadischen „Cyclic Law“ Label gewechselt, wo sie in sehr guter Gesellschaft ist. Alles in allem sehr gut produziert und wohlklingend abgemischt. Musik, Text und Editing in Personalunion zu stemmen verlangt einem Respekt ab.

    Fenris W.
    ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
    The second Album, the titles translates as "The Devil's Mark", of the Russian one-woman project by Alina Antonova is out. , Ritual- and , recorded with genuine instruments in an extraordinary sensual way. The obligatory samples by Aleister Crowley were abandoned, thank you very much indeed.

    The album title is a little rich, I cannot fully comply with that, sounded its predecessor "...introductio" from 2010 even more billowing and gloomy. The follow up to the over most parts one-dimensional debut album, is more versatile and multi-layered, incorporating many different styles.
    Track #2 "Lapis Occultus" was previously released on the Kalpamantra Compilation "Krtrima Sprha" last year. Her contribution was a favourite of mine amongst the 75 (!) others. I included it right away in my "Ostara" DJ-Set @ABBY Club.

    "Witches Night" gets backed with , subliminal vocals, "Enemy of Heaven" with marching drums, the hymnal "Liberation" with orthodox choruses. Towards the end takes its toll again.

    In the meantime she left the Russian "Der Angriff" label for the Canadian "Cyclic Law", where she is in good company. All in all well produced and melodious mixed down. Music, lyrics and sound editing were carried out by herself which garners respect.

    Fenris W.
  • WolfHall's Review March '13(DE+EN): The Klinik - Eat Your Heart Out

    16 mar 2013, 18:33


    The Klinik - Eat Your Heart Out [Out Of Line, 2013]
    ★★★★★★★☆☆☆ (7/10)

    Die / Pioniere welche mittlerweile schon 28 Bandjahre auf dem Buckel haben beglücken uns mit einem neuen Album. Neben „The Klinik“ gabs und gibts die Vorgängergruppe „Absolute Body Control“ aber das ist eine andere Geschichte.


    Die Grafik entstammt einer Broschüre eines Konzertes, daß 1987 in Ravensburg im Rahmen des „Intergalaktischen Laerm – Struktur Festivals“ stattgefunden hat. Das war der erste Aufritt den ich von ihnnen gesehen hab'. Seit 26 Jahren darf ich mich folglich zu den Verehrer zählen. Das letzte mal sah ich sie 2010 in Leipzig anläßlich des 19. Wave-Gotik-Treffen im „Kohlrabizirkus“. Dazwischen liegen noch viele weitere.

    Ihre flämischen -Kollegen „Vomito Negro“ haben es kürzlich vorgemacht und ein neues Album veröffentlicht, ganz so lange haben sich Dirk und Marc nicht Zeit gelassen für ihr Revival. Die Gruppe hat sich nie aufgelöst, Der Gründer Marc Verhaeghen hat immer die Fahne hochgehalten, freilich mit wechselndem Erfolg. Eric Van Wonterghem, ehemals Dritter im Bunde, verließ die Gruppe schon in der Anfangszeit um mit „Insekt“ auf Solopfaden zu wandeln. Später dann wurde er Mitglied bei „Sonar“, ein Projekt das Dirk Ivens in den 90ern begonnen hat.

    Eat Your Heart Out“ präsentiert ingesamt 9 Titel mit einer Gesamtlänge von 39:37 min. Das Verhältnis von up-tempo zu down-tempo Nummern ist 1:2. Sie haben schon immer viel experimentiert, aber nur 3 nach vorne gehende Titel: „Mindswitch“, „Bite Now Bite“ und „Those“ sind mir einfach zu lahm. Wenigstens machen sie nicht den Fehler sich selber zu verleugnen, um etwa aktuellem „“ oder „“ Tribut zu zollen. Gleich bei den ersten Tönen ist zu hören, daß die alten Haudegen selber am Werk sind, man bekommt also was erwartet werden kann, jedoch nicht mehr. Ihr Klang ist nach wie vor unverwechselbar, was ich jedoch schmerzlich vermisse ist die Trompete von Marc, abgesehen von den dunklen Ledermänteln + Kopfbandagen bei Bühnenauftritten, eines ihrer Markenzeichen.

    Fenris W.
    ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
    The / pioneers which were formed 28 years ago are out with their brand new release. Besides "The Klinik" there was and still is "Absolute Body Control", but that's a different story.


    The artwork dates from a leaflet handed out on a gig in 1987, part of the "Intergalactical Noise Structure Festival", where I saw them live for the first time in Ravensburg/DE. I am a big fan ever since. The last show I went thus far was in 2010 at the "19. Wave-Gotik-Treffen" in Leipzig/Germany, Their first appearance as a duet in years. In between I attended plenty more gigs by them.

    What the Flemish contemporaries of "Vomito Negro" have recently demonstrated by a come-back album, Dirk and Marc play catch up with their fellows in 2013. "The Klinik" never went away altogether, the founder Marc Verhaeghen tried to fly the flag, however with varying degrees of success. Band members did solo projects for quite some years. Eric Van Wonterghem, former 3rd band member, left the band soon to start his project "Insekt". He joined "Sonar" later on, another project launched by Dirk Ivens in the 90s.

    "Eat Your Heart Out" features 9 titles with a total time of 39:37 min. The ratio of up-tempo to down-tempo tracks is 1:2. They did experiment quite a bit as well in the past, but only 3 forward pushing songs: "Mindswitch", "Bite Now Bite" and "Those" is really lame according to my taste. At least they do not make the mistake of discrediting themselves by flirting with the hot "" or "" styles. Immediately you get what you deserve by the veterans but nothing on top. The sound is unique, even though I miss the trumpet played by Marc, one of their hallmarks, apart from their stage outfit involving dark leather coats and head bandages.

    Fenris W.
  • WolfHall's Review Feb. '13(DE+EN): Wardruna - Runaljod – Yggdrasil

    13 feb 2013, 17:35


    Wardruna - Runaljod – Yggdrasil [Indie Recordings, 2013]
    ★★★★★★★★★★(10/10)

    Dies ist der zweite Teil der geplanten Trilogie, welche das altnordische Futhark zum Thema hat, und es musikalisch zum Klingen bringt.
    ‚Yggdrasil‘, (altnordisch:„Der Weltenbaum“ ) wird Ende März 2013 offiziell erscheinen, bis dahin müssen sich die heidnischen Folk Liebhaber für die CD noch gedulden. Was 2008 mit ‚Runaljod – gap var Ginnunga‘ verheißungsvoll begonnen hatte, findet nun mit dem zweiten Teil den vorläufigen Höhepunkt. Ursprünglich stammen die Bandgründer aus dem , und wandten sich einigermaßen enttäuscht von dieser Szene ab, um ihr neues Projekt ‚Wardruna‘ vor 10 Jahren ins Leben zu rufen. Sie scheinen nun endgültig eine neue Heimal gefunden zu haben.
    Ich kann nur voll des Lobes sein. Selten hat ein Werk eine derartige Begeisterung bei mir ausgelöst. Die Fortsetzung kommt einiges perfekter, runder und durchdachter daher, wo Teil 1 an einigen Stellen doch sehr improvisiert wirkte.

    Unter ‚Yggdrasil‘, die Gelehrten streiten sich, ob nun der Baum die Esche oder die Eibe symbolisiert, empfing Odin die Weisheit um die Runen, so steht es in der Edda geschrieben. Der zweite Teil des Alphabets glänzt mit einzigartig dargebotenem , akustisch instrumentierten, tanzbaren Titeln, vom ersten ‚Rotlaust Tre Fell‘ bis zum letzten ‚Helvegen‘. Eine dynamische Reise mit rituellem Schlagwerk, alten Streich- und Holzblasinstrumenten, wie dem Bukkehorn (Ziegenhorn). Weiblicher sowie männlicher Gesang wechselt sich ab mit Chorälen in langsameren und schnelleren Stücken.

    Inzwischen hat die auf 6 Mitglieder angewachsene Truppe einige tolle Auftritte in Europa hingelegt, und ist in den vergangenen 4 Jahren hörbar erwachsener geworden.
    Mit 69 minuten totaler Spielzeit, ist den norwegischen Recken das Mittelstück des Gesamtkunstwerks gelungen.

    Fenris W.
    ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
    This is the second part of the planned Trilogy, which focuses on the ancient Norse Futhark, and brings it to life.
    'Yggdrasil', (Old Norse: 'The World Tree') will be officially released by the end of March 2013, till then the fans of will have to be patient. What began very promising back in 2008 with 'Runaljod – gap var Ginnunga', continues now with the second part, its provisional culmination. Originally the band members come from , and left the scene rather disappointed, only to start their new project 'Wardruna' almost 10 years ago. They seem to have reached their final destination by now.

    There is no other thing than to be full of praise about the new work, it is very rare that I am so amazed. The follow-up is more elaborated, thought through, where Part 1 sounded at some points quite improvised.

    Under 'Yggdrasil', the pundits still argue if the tree symbolizes an Ash or a Yew, Odin received the Wisdom of the Runes, as it is written in the Edda. The second part of the alphabet shines with uniquely performed , played on acoustic instruments, danceable tunes, from the first one 'Rotlaust Tre Fell' to the last 'Helvegen'. A dynamic trip incorporating ritual percussions, ancient strings and wind instruments, like the Bukkehorn (Goat Horn). Featuring female and male vocals alternating with chorus in slower and faster pieces.

    Meanwhile the band has grown to 6 members, which have played some exciting gigs in Europe. They matured quite a bit, as the sound on this album reflects.
    Totaling 69 minutes, the Norwegian warriors well managed the centrepiece of the Gesamtkunstwerk.
    Fenris W.