Anna Ternheim ist ein dankbares Objekt für Konzertberichte.* Obwohl ich heute mein x-tes Konzert der Schwedin gesehen haben (und mich nicht traue, nachzuzählen, wie viele es waren), ist es nicht wie bei anderen Künstlern, die ich häufig erlebt habe und zu denen mir irgendwann einfach nichts mehr einfällt. Bisher glich keine Tour der Musikerin den vorherigen, und wenn man meint, alles gesehen zu haben, muß man diese Erkenntnis wieder um mindestens eine Tournee nach hinten verschieben.
Anna Ternheim hat mit Bands gespielt, mit hoch unterschiedlichen, sie ist alleine aufgetreten, mit einem Akustiktrio und zuletzt in Berlin im November mit dem Amerikaner Matt Sweeney, mit dem sie ihre vierte Platte The night visitor eingespielt hat.
Mit Matt und seinem eindrucksvollen Trucker-Schnauzbart hatte ich heute auch wieder gerechnet. Daß der aus Nashville stammende Dave Ferguson, ein Freund und Produzent Johnny Cashs, dabei sein würde, hatte ich gelesen. …